Handlungsort/ Setting: Dalmatien, Deutschland, Hamburg

Projizierter Ort/ Projected place: keiner

Route: Osten – Westen

Handlungszeit/ Time of action: 1980

Marker: keine

Dorf in Dalmatien 

“haben die Häuser gebrannt, und in den Kellern der Geflohenen fanden sich Bücher, die man angesichts der flammenden Welt als gefährlich einstufen mußte.” (S. 13)

„in einer Welt, wo die Landschaften von verwinkelten Tälern und abgelegenen Dörfern bestimmt wurden durch die Marienprozessionen zogen.“ (S. 17)

„immer klarer wurden ihr (der Katarina) die Gesetze dieses fluchtbehafteten Dorfes, und dieses Niemandsland hätte sich endgültig ihrer bemächtigt, wenn sie sich nicht dazu entschlossen hätte, über Nacht fortzugehen.“ (S. 42)

die Schotterstraße im Dorf – „Auf den Fotografien von Großmutters Beerdigung war noch die alte Schotterstraße zu sehen, Jahre bevor sie asphaltiert wurde. Die Kastanienbäume, ich kannte sie in voller Pracht, kamen mir auf den Bildern wie Sträucher vir (…) Alles war klein  und im Entstehen.“ (S. 82)

der Fluss

„Ich habe lange auf den Fluß geschaut und das sonnige Glitzern des Wassers in seinen eigenen Spiegelungen betrachtet. Wie damals, über die Maiglöckchen gebeugt, folgte ich auch jetzt einer Perle, die sich im Raum verlor.“ (S. 21)

Deutschland – Hamburg – deutsche Baustelle (Handlungsort)

„Mein Onkel Joseph ist ein schwerer Trinker. Das tut aber seinem Ruhm als stärkstem Steineschlepper auf deutschen Baustellen keinen Abbruch. Er beweist seine Kraft jeden Tag aufs neue.“ (S. 24)

„In Dalmatien geboren, landete er (Onkel Joseph) eines als Getreidedrescher im Norden Sloveniens, lernte die Weite Pannoniens kennen und zog ins Herz von Österreich, um Installateur zu werden, dann hörte er von einem riesigen Bauvorhaben in Hamburg.“ (S. 24)

„Nun schleppte mein Onkel schon gut fünfzehn Jahre Steine und anderes schweres Zeug auf deutschen Baustellen hin und her.“ (S. 25)

„Adjela, die jüngste Tochter meines Onkels, kam eines Tages nach Deutschland. In engen Jeans und einem selbstgestrickten roten Pullover stand sie vor der Tür ihres Vaters und wollte sich davon überzeugen, ob das Zimmer wirklich so klein war, wie er es in seinem Kummer oft beschrieben hatte. (S. 28)

Onkel Joseph „wollte nur in einer Welt leben, die glücklicher ist.“ (S. 31, gemeint ist DE)

Slovenien (Marker)

Mein Onkel Joseph ist ein einsamer Mann. Seine Frau Masa lebt mit den Kindern in Slovenien und läßt nur von sich hören, wenn sie Geld braucht. (S. 24)

unser Land

„Ich habe gehört, daß es in unserem Land auch eine Traurigkeit gibt, die die Menschen einsam sterben läßt (…) In meinem Dorf haben die Menschen überhaupt kein Geld und treffen sich jeden Morgen unter Feigenbäumen zum Mokkatrinken.“ (S. 30)

„In meinem Land habe ich die schönsten Bäume gesehen und den schwärzesten Mokka getrunken. In der Gegend, aus der ich stamme und in der auch mein Onkel zur Welt kam, gibt es Schmetterlinge, denen man nachsagt, sie seien verwunschene Hexen, und Feen, die eher böse sind als gut und mehr Unglück als Glück bringen. Sie wohnen in jedem Haus, sie verfluchen die Menschen und rauben ihnen die Augen, den Verstand und die Ohren.“ (S. 30)

Insel Loševo (S. 134)

Loncari

„In Loncari, einem Teil unseres Dorfes, in dem nur hartgesottene Parteigänger wohnten, flossen die Tränen bis in die Adria hinein“ (S. 11)

 

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