Handlungsort/ Setting: Berlin
Projizierter Ort/ Projected place: keiner
Route: keine
Handlungsort/ Setting: 2000er Jahre
Marker: Amerika
Kleinmachnow
„Auf der Karte erfährt man, dass ihr neues Zuhause genau drei Kilometer südlich des alten liegt. Der neue Block ist dem anderen sehr ähnlich.“ (S. 8)
Berlin
„Sie sind durch ganz Berlin gefahren, und erst nach dem fünften Fachgeschäft, als Sie einem der Verkäufer genau beschrieben haben, was Sie suchen, ist er ins Lager gegangen und mit mehreren Brötchen zurückgekommen.“ (S. 12)
„Berlin ist die einzige Stadt in Deutschland, in der man sich nachts noch lebendig fühlt.“ (S. 35)
Urbanhafenpark
„Wir sind in einem kleinen Park mitten in Berlin. Hier beginnt alles. Ein Mann sitzt auf einer Parkbank am Wasser. Sein Name ist Kris Marrer; er ist neunundzwanzig und sieht aus wie ein Asket, der vor langer Zeit beschlossen hat, nicht mehr Teil der Gesellschaft zu sein.“ (S. 17)
Gneisenaustraße
„Arbeitsplatz“ (S. 20)
„Wir sind in Berlin Süd, zwei Straßen vom Rathaus Steglitz entfernt. Das Zimmer blickt nach hinten auf einen Innenhof, die Vorhänge sind zugezogen, und eine Wespe fliegt unermüdlich gegen die Fensterscheibe.“ (S. 21)
Tamaras Wohnung
„Die Wohnung gehört Tamaras Schwester Astrid. Erster Stock in der Front eines alten Gebäudes. Nicht schön, nicht hässlich, einfach praktisch.“ (S. 21)
„Es hat einen deprimierenden Blick auf einen grauen Innenhof, der noch nie Sonnenlicht gesehen hat. Im Sommer ist der Gestank von Mülleimern so schlimm, dass Tamara nachts manchmal verschluckt aufgewacht ist.“ (S. 22)
Lietzensee
„Tamara Berger und Frauke Lewin kennen sich seit der Grundschule. Sie landeten auf demselben Gymnasium, mochten dieselben Jungen und hassten dieselben Lehrer. Fast alle Abende verbrachten sie mit der Clique am Lietzensee. Vom ersten Kuss bis zum ersten Joint haben sie dort alles erlebt – Liebeskummer, Weinkrämpfe, politische Diskussionen“ (S. 25)
„Sie gehörten damals alle derselben Clique an. Kris und Tamara und Frauke. Da waren auch Gero und Ina und Thorsten, Lena und Mike und wie sie alle hießen. Sie segelten durch die Neunzigerjahre wie eine Armada von hormonüberfluteten Seefahrern.“ (S. 30)
Wilmersdorfer Straße
„An der Wilmersdorfer Straße steigen sie aus dem Bus und gehen in den chinesischen Supermarkt gegenüber von Woolworth. Frauke hat Lust auf Pfannengemüse und Nudeln.“ (S. 28)
Tiergarten
„Der Tiergarten ist zu dieser Tageszeit menschenleer, das Morgenlicht ist wie Unterwasseraufnahmen an einem Regentag. Farblos und knackig.“ (S. 42)
Deutschland
„Ich bewege mich durch Deutschland wie eine Laborratte in einem Labyrinth. Ich taumele und jeder Schritt ist unsicher. Ich gehe seitwärts, drehe mich im Kreis. Aber was ich auch tue, ich bleibe nicht stehen. Stillstand kommt nicht in Frage. Sechzehn Stunden werden zu sechzehn Minuten gebündelt, wenn man ziellos reist.“ (S. 15)
Nürnberg
„Vor einer Stunde bin ich an München vorbeigefahren und habe Kurs auf Nürnberg genommen. Ich denke von einer Stadt zur nächsten. Wohin es nach Nürnberg geht, weiß ich noch nicht.“ (S. 48)
Pfaueninsel
„Das gegenüberliegende Ufer ist gut fünfzig Meter entfernt. Durch die dichten Bäume ist eine alte Villa zu sehen. Es ist zwei Stockwerke hoch und auf der linken Seite steht ein Turm. In drei Fenstern brennt Licht.“ (S. 51)
Villa am Wannsee
„Am Kleinen Wannsee fanden sie eine baufällige Villa.“ (S. 53)
„Der Immobilienmakler nahm seinen Anteil, die Bank winkte sie durch, und die Villa gehörte ihnen. Fraukes Vater kam mit einem Trupp Handwerker, und gemeinsam rissen sie Wände ein, kratzten alte Tapeten ab, verbesserten die Fußböden und verlegten neue Rohre, sodass die Villa Anfang Januar bezugsfertig war.“ (S. 53)
Kreuzberg
„Der Hallenboden ist schmutzig. Die Tapete hat Kratzer, an einer Wand ist ein Wasserfleck in Form eines Weihnachtsbaums. Wolf will nicht umsonst nach Kreuzberg gekommen sein.“ (S. 67)
Kanada
„Er hat sein Abitur mit Mühe bestanden und ist auf Reisen gegangen. Er erkundete Skandinavien, verbrachte einen Monat in einer verfallenen Hütte hoch im Norden Norwegens und sah sechs Wochen lang keinen Menschen mehr. Dann nahm er einen Frachter nach Kanada, wo er in kleinen Jobs arbeitete.“ (S. 37)