Handlungsort/ Setting: eine Hauptstadt des Westens
Projizierter Ort/ Projected place: keine
Handlungszeit/ Time of action: 1990er Jahre
Route: Osten – Westen – Osten
Marker: Bombay, Habana, Alexandria
Schule in Deutschland
„Klasse 1b, sagt die Rektorin, im zweiten Stock. Sie deutet nach oben. Eine breite Treppe. Als sie in den Gang biegen, wird eine Tür zugeschlagen. Die Mutter klopft an die Tür. Herein! Ein Raum voller Kinder in seinem Alter.“ (S. 12)
Eine Hauptstadt des Westens
„In einer Hauptstadt des Westens: Ein Mann mittleren Alters, der die besten Jahre seines Lebens in den Gefängnissen einer Diktatur verbracht hatte, der nach seiner Freilassung aus der Haft über die Grenze geflohen war. Es gab keinerlei Zweifel an seinem Asylbegehren.“ (S. 20)
„Von woanders zu sein sagt wenig aus, von hier zu sein genauso wenig.“ (S. 24)
„Als der Geflüchtete den unverhofften Brief aus einer Kleinstadt in einem nördlichen Nachbarland öffnet, wird ihm schwindlig vor Freude. Eine einstige Kommilitonin, ein alter Sportkumpel, eine Frau, die als kleines Mädchen ein Pult mit ihm teilte, schreiben ihn an. Sie erklären zunächst ausführlich, wie sie seine Adresse erhalten haben, dann schlagen sie ein baldiges Wiedersehen vor.“ (S. 63)
Wien
„Ein Afrikaner in Wien beherrschte die wichtigsten Sprachen der Zeit, das Wissen seiner aufklärerischen Epoche. Lehrte Fürstensöhne.“ (S. 17)
„Eines Tages wird der staatenlose Student am Brenner aus dem Nachtzug geworfen. Am Kragen gepackt, zur Tür geschubst, in der Polizeistation (einem Kabuff) verhört. Er habe kein Visum für Österreich. Er wusste nicht, dass er ein Visum für Österreich benötigte (eine Sonderregelung; andere westliche Länder lassen Staatenlose mit Flüchtlingspass einreisen, durchreisen, ausreisen).“ (S. 72)