Handlungsort/ Setting: Berlin
Projizierter Ort/ Projected place: Halle, Rudow
Route: Ostdeutschland– Westdeutschland
Handlungszeit/ Time of action: 1980
Marker: Kanarische Insel, Tounesien
Berlin
„Berlin ohne Ausländer könnte ich mir ja nicht vorstellen.“ (S. 144)
„in Berlin bin ich freier als die in Halle. Wenn ich sehe, wie schlecht die zurechtkommen oder meine Eltern, in Hoyerswerda. Das geht schon mit dem Einkaufen los. Da unter ist der Kaffee im Schnitt um zwei Mark teurer. (…) Ich denke mir, ich bin freier. Ich hab hier ja den Westen vor der Tür. Und der Osten entwickelt sich hier doch schneller als in Halle-Neustadt. Ich habe hier mehr City, mehr Anlaufmöglichkeiten, ich kann hier mehr unternehmen als in Halle“ (S. 21)
Berlin – Neukölln
“Neukölln, sagt man, verändert sich nach der Vereinigung . Er merkt nichts davon. Es sind immer noch diese Möchtegernläden da und diese Möchtegernkäufer, und im Grunde sieht es aus wie in der Fußgängerzone von Duisburg vor zehn Jahren.“ (S. 8) „Altberliner Atmosphäre türkisch aufgemischt. Kebab-Zille“ (S. 8)
„In Neukölln essen, dazu muss man verrückt sein“ (S. 12)
„Mischung zwischen DDR-Produkten und neue RTL Shows” (S. 9)
Berlin – Wilmersdorf
„Franck fährt von seiner Wohnung in Wilmersdorf immer öfter in den Osten, dort spielen sich die meisten Dinge ab, aus denen dann Ereignisse werden, (…) Franck gehört nicht zu ihnen. Er fährt aus dem Osten immer schnell wieder zurück, westwärts, südwärts. (S. 11)
Berlin – Ku’damm
stehen die “Nachtfalter“, die Prostituierten
Berlin – Hellersdorf Mahrzahn
„schon wenn du in der Straßenbahn einsteigst, schon hast du eine Wand vor dir“ (S. 22)
Teenys, die sich während der Party vom Balkon stürzen; 17-Jähriger, der im Suff seine Freundin und seinen Freund erschießt
– Typen, die an Depression leiden und sich das Leben nehmen wollen
Berlin – Charlottenburg
Viertel der „tasächlichen Westberliner“ (S. 89)
Köthen
„ich habe Köthen geliebt. Die Altstadt, alles. Da hatte ich immer das Gefühl, du gehörst dazu. Da waren die vielen Geschäfte, du konntest von Schaufenster zu Schaufenster gehen. Da ein Eis essen. Dort ein Stück Kuchen.“ (S. 142)
Hoyerswerda
„gibt dir nichts. Die Stadt hat kein Flair, die hat nichts. Gar nichts. Sie ist vollkommen tot. Und dazu kamen Ausländer über Ausländer. Manchmal mehr Ausländer als Einheimische. Polen, Ungarn, Jugoslawen, Rumänen, Algerer. Die arbeiten im Kombinat Schwarze Pumpe.“ (S. 143)
„Die Schwarze Pumpe hat seit der Wende viele entlassen.“ (S. 143)
– „Die Stadt ist mir fremd, die ganze Gegend ist mir fremd (…) Hätte ich die Wahl gehabt, dann hätte ich gesagt, ich bleib auf dem Dorf“ (S. 144)