Handlungsort/ Setting: Bulgarien, Sofia, Wien

Projizierter Ort/ Projected place: kein

Route: Osten-Westen-Osten

Handlungszeit/ Time of action: 2000er Jahre

Marker: keine

Fabriken in Bulgarien

„Trotzdem waren die Herren aus den Fabriken unglücklich, denn nur ihre Orden erinnerten noch daran, daß sie einmal Arbeit hatten (…) Die Kommunisten hatten endlich ihre Macht verloren (…) und die Volksrepublik, in der all das geschah, heißt heute plötzlich nur noch Republik Bulgarien.“ (S. 7)

Sofia

„Nun lebte Stojan Wetrev in Sofia, hatte drei Wechselstuben, zwei Leibwächter, einen Freund und keine Sorgen. So war es nicht immer gewesen. Er war zweiundzwanzig gewesen, hatte in einer traurigen, verregneten Stadt gelebt und eine Frau und eine traurige, verweinte Tochter gehabt. (…) Er arbeitete damals in einer Lotostube“ (S. 7)

„er beobachtete, wie aus Boulevard Lenin Boulevard König Boris III wurde. (…) Er begriff, daß man jeden Tag arbeitete und trotzdem am nächsten Tag ärmer als zuvor erwachte. So waren die Zeiten. (S. 8-9)

„Statt in die Lottostube zu gehen, ging er zur Bank einer benachbarten Stadt. (…) Die Miliz befand sich gerade in Umwandlung, aus ihr sollte die Polizei werden. (…) So waren die Zeiten. Wechselhaft.“ (S. 8)

„Er tauchte also in Sofia unter und lernte dort seinen zukünftigen Freund und Partner Stojan Wetrev kennen.“ (S. 10)

„Sie saßen in einer Bar. Zwei Bauchtänzerinnen setzten mit ihren Hüften die Luft um ihren Tisch in Bewegung.“ (S. 10)

„Die Firma Wetrev und Freund besaßen jetzt mehrere Immobilienbüros, mehrere Wechselstuben und hatte mehrere Leibwächter.“ (S. 11)

die Stadt

„In Wirklichkeit hieß er Vassil Gelev und hatte in einer kleinen traurigen Stadt eine Frau und eine Tochter, der ein kleines Stapelchen Geld unter ihrem rechten Füßchen fehlte.“ (S. 8-9)

Boulevard Lenin

„Seine erste Liebe, unter den Linden des Boulevards“ (S. 9)

Dörfer der Rhodopen

„er hatte in mehreren Dörfern der Rhodopen moslemische Frauen verführt, ihnen die Ehe versprochen und von ihren Eltern die Mitgift abkassiert.“ (S. 10)

Kloster

„Jeden Tag besuchte er die Klosterkirche, betete und dachte nach.“ (S. 12)

Wien

„In Wien veränderte sich wenig, nur ab und zu die Zigarettenpreise und die Einwanderungspolitik. Seine Arbeit als Fensterputzer war auch nicht gerade abwechslungsreich. Es gab größere und kleinere Fenster. Das war alles. Ein Jahr putzte er sie, bekam immer denselben Lohn, lebte in immer derselben kleinen Wohnung und schlief auf immer demselben kleinen Bett. Trotzdem hatte er das Gefühl, daß er nicht mehr derselbe war“ (S. 13)

Etwas Seltsames war mit Ronjam geschehenSie hatte entdecktdaß sieweil sie selbst keine Zukunft mehr hatte, die Zukunft der anderen sehen konnteSie füllte die Tasche mit SpielkartenBohnenSandWachs und Bleistückenzog durch das Land und verdiente ihr Brot als WahrsagerinNie blieb sie in einem Ort länger als drei Tage und sie nahm immer nur daswas man ihr freiwillig gabSie reiste weiter und weiterSie durchquerte fremde Länderhörte fremde SprachenSie kam sogar bis nach Wien. Die Zukunft der Menschen in einer kleinen schwarzen Handtaschedie sie über Schulter trugSie hatte keine MüheIhre Tasche war leicht.” (S. 39)

Er habe in Moskau Physik studiert und in Italien als Elektriker gearbeitetsagte erVor zwei Jahren sei er dann nach Wien gekommen, und auch hier habe er schon alles mögliche probiertEr sse viel arbeitendenn er müsse seinen Eltern in Mos­kau Geld schickenfür die Stromrechnung.” (S. 48)

Wien – Kärtner Straße

„spazierte und Gedanken machte.“ (S. 13)

Bulgarien

die Wunderheilerin: „Gut gelaunt kam Stojan in Bulgarien an. (…) Im Zimmer der Wunderheilerin lief der Fernseher (…) das Zimmer war weder reich ausgestattet, noch schön.“ (S. 14)

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