Handlungsort/ Setting: Berlin, Hamburg

Projizierter Ort/ Projected place: keiner

Route: keine

Handlungszeit/ Time of action: 2000

Marker: Braunschweig

Landstraße 

“Val liegt auf dem Rücksitz. Es ist zwei Uhr morgens, und die Landschaft um uns herum schimmert in einem silbernen Licht. Wenn ich mich vorbeuge, sehe ich den Mond als angeschlagenen Kreis über den Strommasten hängen.” (S. 8)

“Val schläft, während ich mühsam versuche, wach zu bleiben. Die Lichter der entgegenkommenden Wagen blenden mich, seitdem ich von der Landstraße auf die Autobahn abgebogen bin. (….) Seit einer Stunde ist kein Wagen mehr hinter mir aufgetaucht. Diese Autobahn könnte zum Ende der Welt führen, und ich würde mich nicht beschweren. (…) Es sind noch knapp zwei Stunden bis Berlin.” (S. 8)

das Restaurant

Im Restaurant friert Val, obwohl ich ihr meinen Mantel um die Schultern gelegt habe und einige Leute nur im T-Shirt dasitzen. Wir sehen aus wie der Entführer und die Entführte. Mir ist Vals Zerbrechlichkeit zum ersten Mal peinlich.” (S. 9)

Vals Wohnung

“Es war diese eine Nacht, in der ich Herzrasen bekam, die unsere Beziehung beinahe beendet hätte. Man kann mich nicht aus dem Schlaf reißen, anschreien und fragen, wer zum Teufel ich bin. Mir macht das eine Heidenangst. Wenn man glaubt, einen Menschen auch nur ansatzweise zu kennen, dann kann solch ein Moment einen aus der Bahn werfen. Als Val losschrie, hob ich meine Arme zum Schutz. Ein Schlag traf mich an der Schulter, ein anderer ging an meinem Ohr vorbei. Es gelang mir, Val an den Handgelenken zu packen. Ihr Knie traf meinen Oberschenkel, sie hatte auf meine Hoden gezielt. Dann schrie sie plötzlich, hoch und schrill. Sie schrie, sie würde sich das nicht gefallen lassen. Nicht in ihrem Bett, nicht in ihrer Wohnung.” (S. 10)

“Eines Abends durchsuchte ich Vals Wohnung, bevor sie von der Uni nach Hause kam. Ihr Vorrat war in einer Schublade unter Briefen und Photos versteckt. Ich fand sechzehn verschiedene Pillensorten, bei allen fehlten der Beipackzettel.” (S. 12)

Berlin

“Braunschweig zieht vorbei, die Eels singen That’s the last time I cry, und Berlin kommt viel zu schnell näher.” (S. 14)

Hamburg

“Als ich wieder aufstand war ich Insasse an einer Anstalt am Stadtrand von Hamburg. Außer von meinen Eltern bekam ich keinen Besuch. Erst dachte ich, meine Clique hätte mich vergessen. Erst dann erzählte mir einer der Pfleger, dass niemand sonst zu mir durfte.” (S. 37)


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