Handlungsort/ Setting: Wiseschdia, Deutschland

Projizierter Ort/ Projected place: keiner

Route: Osten-Westen-Osten

Handlungszeit/ Time of action: 1980-2000

Marker: Gottlob, Komlosch, Deutschland, Österreich, Nürnberg

Wiseschdia

“Dieser Abgang hatte die Gemüter der Leute längst nicht mehr so erregt wie noch im Sommer 1984 der vom Bernecker. Als in Wiseschida gemunkelt wurde, der Bernecker sei von einer Reise nach Deutschland nicht mehr zurückgekehrt, glaubten die Leute an ein Gerücht, denn so etwas wurde öfter in die Welt gesetzt. Noch am selben Tag kam ein Ingenieur aus der Konservenfabrik zur Inspektion.” (S. 89)

“Sie waren zu acht in dem Kleinbus, der Fahrer, ein gebürtiger Arader, setzte in Temeswar den vorletzten Reisenden ab, es war kurz vor vier Uhr morgens, als sie sich nach Wiseschdia aufmachten, und bis zur Gottlober Kirche war Anton als Weglotse nicht gefragt.” (S. 258) 

die hintere Küche in Wiseschdia

“In der hinteren Küche füllte er den Eimer mit entkernten Maiskolben auf und ärgerte sich beim Betrachten des Haufens, daß er auf das Angebot des Alois nicht eingegangen war. Während er durch den Gummischlauch Wein aus dem Faß ansaugte, fiel sein Blick auf das verstopfte Rattenloch in der Wand.” (S. 85)

“Anton saß auf dem Diwan in der vorderen Küche und hielt den Umschlag mit den Schriftstücken von Werner Theiss in den Händen. Sollte er Hilde in seine Schmuggelabsicht einweihen?” (S. 131)

“Anton saß in der hinteren Küche und entkernte 

Komlosch

“Meinhard und Susanne Potje waren, aus Komlosch kommend, also nicht zuerst nach Hause gefahren. Er bat sie herein, und Susanne Potje brach in Tränen aus. Es sei alles in Ordnung, versicherte ihm Meinhard, diese Weinerei mache ihn noch verrückt.” (S. 88)

Deutschland

“Der Brief enthielt auch die Nachricht vom Tode seiner Mutter in Deutschland. Sie und Susanne waren beim Begräbnis, zu dem auch Landsleute gekommen waren. Der Peter Onkel habe sich ihnen gegenüber recht komisch verhalten, hatte Hilde geschrieben. Nach der Trauerfeier saß man im Gemeindesaal bei Kaffee und Kuchen. Es sei für sie und Susanne gewöhnungsbedürftig gewesen, da man das von zu Hause nicht kannte, die meisten verhielten sich so, als sei es für sie selbstverständlich.” (S. 130)

Österreich

“In einem Monat wären es genau dreißig Jahre gewesen, seit er mit Maria und den Kindern Österreich verlassen hatte.” (S. 147)

“Die Unterkünfte in Österreich wurden Baracken genannt, weil sie mit Teerpappe gedeckt und außen herum mit einer Bretterverschalung versehen waren.” (S. 243)

Nürnberg

Der Wagen wurde vollgetankt, die Scheiben gewaschen, es galt bis Nürnberg durchzufahren. Wolfgang versicherte Hilde, daß er noch fit sei, und sie einigten sich darauf, daß Hilde ab Nürnberg fährt, dann werde er sich ausruhen.” (S. 147)

Heidelberg

“Gregors alleinstehender Onkel, der hier in Heidelberg wohnte, sei kürzlich gestorben, und der habe einen kleinen Garten in Wieblingen in Pacht gehabt.” (S. 197)

“Der schmale Weg entlang der Gartenanlage, die Anton so mißfiel, führte direkt zu seiner Wohnung in eine Straße, die schnurstracks durch den Ochsenkopf bis zu seinem Garten verlief. Warum dieser Ortsteil von Wieblingen so hieß, wußte Anton nicht, es war eine Siedlung, praktisch ein Straßenzug, und das erinnerte entfernt an die Siedlung in Österreich, wo sie in den letzten Jahren bis zur Heimkehr wohnten.”  (S. 243)

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