Handlungsort/ Setting: Grenze Jimbolia – Jugoslawien/Rumänien

Projizierter Ort/ Projected place: Syrien

Route: Syrien – Deutschland

Handlungszeit/ Time of action: 2010er Jahre

Marker: Deutschland, Turin, Sylt

Die Grenze

Der Grenzverlauf in unserem Abschnitt ist launisch, er zieht sich an Bächern und Wäldchen entlang und windet sich wie eine Schlange durch die Landschaft. Machmal stößt die Grenze für einige Hundert Meter nach Serbien vor, dann wechselt sie wieder die Richtung, nach Norden. Manchmal gleicht sie einer Welle, dann wieder dem Zahn eines Wassererades. Sie zieht sich oft in die Tiefe des Raums zurück, nur um sich etwas später wieder den Dörfern zu nähern und gleich hinter den Höfen zu verlaufen. […] Bei Beba Veche teilt sich der Weg […] links nach Serbien, rechts nach Ungarn und hinte(n) […] nach Rumänien. Aber an jener Kreuzung dreier Feldwege, an jenem Knoten, ist nichts. Es ist das Niemandsland, eine Anomalie. (NW: 53)

„exklusive“ (NW: 42) Grenze, „die Außengrenze der EU“ (NW: 42)

Turin

„der Mittelpunkt der Stadt, wo sich Arm und Reich, Migranten und Einheimische begegnen“ (NW: 2).

 „Villa in der Frische der Turiner Hügel“ (NW 134)

„Niederungen der Stadt” (NW 109)

Kouribga

„du feines Auto. Ich keine Arbeit, kein Geld, nix. Wenn Bein kaputt, ich nicht mehr rennen“ (NW: 131) (…) Du kennen Kouribga? Not beautiful aber viel Phosphat“ (NW: 135)

Ferieninsel Sylt

das „nicht-deutsche“ steht – „keinem anderen Europäer, Amerikaner oder Japaner kam es in den Sinn, auf Sylt sein Glück zu suchen“ (NW: 76).

die Insel wird „kürzer und kürzer, wie eine alte Frau, die sich beeilt, besser in den Sarg zu passen“ (NW: 78)

„Wir sind nicht mehr unter uns! Wir sind geliefert! (…) eine neue Lampedusa“ (NW: 104)

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