Handlungsort/ Setting: Berlin, Edinburgh

Projizierter Ort/ Projected place: keiner

Route: Berlin – Edinburgh – Berlin

Handlungszeit/ Time of action: nicht angegeben

Marker: England

 die Nordsee

„Sie fahren die Küstenstraße einige Kilometer zurück und finden einen verlassenen Rastplatz, von dem ein Weg zum Meer hinunterführt. Die Hitze hat nachgelassen, der Wind ist kühl und salzig. Sie sind erschöpft.” (S. 7)

„Es ist Jahre her, seitdem die Erde hier aufgetaut ist. Als hätte die Sonne das Sterben satt und sich abgewandt. Esko sieht auf seine Finger, die mit Eiskristallen bedeckt sind. (…)Die Welt ist mit Eis bedeckt, die Meere liegen schweigend da, kein Fisch wagt sich an die Oberfläche. Irgendwo hinter den Wolken muss die Sonne sein, auf der Erde merkt man nichts davon, der Winter ist der alleinige Herrscher (…)Der Schneefall verbirgt die Leichen unter einem weißen Mantel, auch der Gestank von Blut, zerfetztem Fleisch und Eingeweiden ist von der Kälte eingeschlossen. Nichts rührt sich in dieser Landschaft, auch die Gestalt steht reglos da und beobachtet Esko weiter.“ (S. 8)

„Er schafft sich Platz zwischen den Leichen und legt sich nieder. Er schließt die Augen und ist still und geduldig. Er ist einer der Toten.“ (S. 11)

Lübeck und Dänmark

„Wir fuhren in Richtung Norden, an Lübeck vorbei und hoch nach Dänemark. Vier Tage schliefen wir in einem Ferienhotel, aßen im Restaurant und hatten Urlaub. Ich wusste, dass die Schulferien erst in sechs Wochen begannen, aber wer war ich, dass ich mich beschwerte. Und an keinem Tag sprachen wir über meinen Vater. Einmal fragte ich, wann er denn kommen würde. Meine Mutter brach in Tränen aus, drückte mich an sich und damit war das Thema gegessen. (…)Am nächsten Morgen kam mein Vater in das Hotelzimmer und tat so, als wäre das eine tolle Überraschung, mich in einem Hotelzimmer an der dänischen Küste vorzufinden. Wir fuhren nach Hause und alles nahm seinen normalen Lauf.“ (S. 13)

Die Wohnung in Berlin

„Als wir in das Haus eingezogen waren, bestanden meine Eltern darauf, dass ich ein separates Schlafzimmer bekam. Nicht dass jetzt irgendjemand denkt, ich wäre in einer Villa mit Swimmingpool und Gärtner aufgewachsen. Das Haus war unscheinbar und stand in einer schmalen Seitenstraße, in der die Autos auf den Bürgersteig ausweichen mussten kamen sie nicht aneinander vorbei. Mein sogenanntes Schlafzimmer war eine Nische und der Eingang ein Torbogen, der von meinem Zimmer abging.“ (S. 16)

das Haus der Kormorane

„Die Mädchen teilten sich einen Schlafraum und hatten tagsüber die Zimmer des Hauses zur Verfügung. Die Gouvernanten waren rund um die Uhr zur Stelle und unterrichteten sie.“ (S. 21)

„Wenn jemand nachfragte, bekam er zu hören, es sei ein Waisenhaus. Aber kaum jemand fragte nach oder wusste, wie sich das Haus auf den Klippen finanzierte. Es lag am äußersten Ende einer Landzunge und blieb von Touristen unberührt. Der Landstrich galt als unwirtlich, nicht einmal Schafe verirrten sich hierher. Es gab keine Anlegestellen, es gab nur die Klippen und das Meer. Das Haus der Kormorane war ein sicherer Ort für das Erbe.“ (S. 22)

„als drei Tage später das Haus der Kormorane in Flammen aufging, ahnte niemand von den Bewohnern, dass die Farbe einer Blume der Auslöser dafür war.” (S. 30)

Irland

„Hier regnet es immer. Glaub mir, das ist die mieseste Gegend der Welt. (…)Die Landschaft war steinig, die Büsche waren karg, der Asphalt ein Gewebe aus Rissen und Schlaglöchern. Irland zeigte sich von seiner trübsten Seite. Selbst der Regen schien müde davon zu sein, sich jeden Tag aus den Wolken zu stürzen (…)Sie fuhren durch einen kleinen Ort. Die dunklen Fenster reflektierten das Scheinwerferlicht, kein Lebenszeichen war zu sehen, selbst die parkenden Autos wirkten, als würden sie seit Jahren hier stehen und vor sich hinrosten.“ (S. 43)

„Nachdem sie das Haus der Kormorane niedergebrannt hatten, flog das Team am Donnerstagnachmittag von Irland nach Schottland. In Edinburgh befand sich das Archiv.“ (S. 63)

Dublin

„Der größere Wagen kam mit der Fähre, die zur gleichen Zeit abgelegt hatte, als Tulli und Cedric Dublin verließen. Sie hatten die Landroute gewählt und fuhren jetzt auf der N71. Weit und breit gab es keinen Verkehr. Niemand ist morgens um zwei im Süden von Irland unterwegs.“ (S. 44)

das Café in Berlin

„Sie finden einen Fensterplatz in dem kleinen Café unter den S-Bahn-Bögen. Sechs Tische, zwei davon sind besetzt. Lars sagt, hier würde es die besten Brownies der Stadt geben.“ (S. 60)

Berlin

„Nach der Landung auf dem Flughafen Tegel hatten sie ein Taxi ins Hotel genommen, wo ein Koffer auf sie wartete. Sie mussten sich nicht umziehen, sie blieben in Zivil.” (S. 63)

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