Handlungsort/ Setting: Deutschland, Banat

Projizierter Ort/ Projected place: Österreich, Banat 

Route: Westen-Osten-Westen

Handlungszeit/ Time of action: 1945-2000

Marker: Jugoslawien, Sowjetunion

Temeswar:

“Per Anhalter nach Rumänien, das wär’s gewesen! Mit einem Stück Karton in der Hand an der Ampel vor der Auffahrt zur A 656 beschriftet mit dem Ziel: Temeswar, Rumänien. Timișoara, România wäre besser gewesen, dann hätte ein rumänischer Fernlaster mich sofort mitgenommen.” (S. 8) 

Siedlung Ochsenkopf

Die Siedlung Ochsenkopf bestand praktisch aus einer Häuserzeile mit schmucken Vorgärten, auf der gegenüberliegenden Seite ein Fabrikgelände, teilweise von Unkraut überwuchert. Schon von weitem konnte man die roten Warnleuchten am beschrankten Bahnübergang am Ende der Siedlung sehen.” (S. 10)

“Aus dem Garten gab es Erdbeeren, Himbeeren, Tomaten, Paradeis sagte Otta, Paprika, Erbsen, Bohnen, sogar Melonen.” (S. 11)

Österreich

“Großvater war im Herbst 1944 als Siebzehnjähriger beim Herannahen der Roten Armee gegen den Willen seiner Mutter mit sich zurückziehenden deutschen Truppen geflohen, in die Waffen-SS eingereiht, beim ersten Einsatz verwundet worden, geriet in Österreich in amerikanische Kriegsgefangenschaft, arbeitete nach seiner Entlassung als Zivilangestellter der Amerikaner im Straßenbau, lernte auf einem Bauernhof seine zukünftige Frau kennen.” (S. 15)

Wiseschdia

“Sich verloren in der weiten, weiten Welt gefühlt, wenn es im Schnee sonntagnachmittags ins Nachbardorf an den Bahnhof ging, um ins Internat zu fahren, Reif an den Augenbrauen.” (S. 27)

“Im Sommer bedeckten Landkarten, so hatte sie es genannt, Arme und Beine, getrockneter Saft von Wassermelonen und Obst. Sie stellten sich Länder und Kontinente vor, reisten in die Welt, hinaus aus dem Dorf voller Staub.” (S. 28)

“Die Bahn sei noch immer in Staatsbesitz, legte er los, funktionierte dementsprechend, sei haushoch verschuldet, allein bei den Stromkosten in Milliardenhöhe auf den elektrifizierten Strecken, woher also Geld für die Instandhaltung des Schienennetzes und der Bahnhöfe, von Investitionen ganz zu schweigen, in kleineren Ortschaften wie vorhin hielten die Züge zwar noch, aber die Bahnhöfe seien praktisch außer Betrieb.” (S. 42)

“Die Rumänen die Kirche genutzt, jetzt nicht mehr, Florica habe ihm gesagt, daß die Orthodoxen ganz anders die Messe halten, dazu sei eine katholische Kirche gar nicht geeignet, der Bischof wäre jetzt auch nicht mehr einverstanden, daß die Rumänen die Kirche benutzen, da stehen nun in den Dörfern die Kirchen, zerfallen, in vielen nun die Rumänen begonnen, ihre eigenen Kirchen zu bauen, in Wiseschdia bestimmt nicht, das Dorf viel zu klein.” (S. 184)

Hatzfeld

“Meine Mutter ist von dort geflüchtet”, sagte ich, denn umhin gekommen wäre ich ja jetzt sowieso nicht mehr. “Dann weißt du bestimmt, daß viele Leute an der Grenze erschossen wurden und kannst dir auch vorstellen, wie verzweifelt sie gewesen sein mußten, wenn sie ihr Leben riskierten.” (S. 43)

Jugoslawien

“Noch bevor der Zug im leinen Grenzverkehr nach Kikinda in Jugoslawien einfuhr, wurde der Bahnsteig auf dem Abschnitt, in der er halten sollte, von Soldaten mit Maschinenpistolen umstellt. Nach der Einfahrt wurde der Zug, der aus dem Triebwagen und einem Waggon bestand, von Soldaten unter Aufsicht eines Offiziers durchsucht, erst danach durften die Reisenden in Begleitung von Soldaten ihren Aufenthaltsraum verlassen.” (S. 65)

Deutschland

“Undenkbar für Haustierbesitzer in Deutschland, ihre Hunde und Katzen mit Eßresten zu füttern” (S: 134)

 

 

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