Handlungsort: Wien
projizierter Ort: kein
Route: keine
Handlungszeit: Ende der 1990er Jahre
Marker: Ostrava, Sankt Pölten, Brno, Linz, Tschechien
Wien
„Ich war mit einem in Prag abgeschlossenen Literaturstudium nach Wien gekommen, hatte keine Beziehungen und keine Bekanntschaften“ (S, 17)
„Mein Deutsch war mangelhaft, schwerfällig und ungewöhnlich.“ (S. 18)
„Die Welt ist kein Märchen, Kleines! Wien sicher nicht. Hier funktionieren die Dinge anders. Der Mensch ist keine Insel – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man es nach oben schaffen will, muss man Freunde haben, keine Feinde. Und sie war vielen fremd, ja, unerfahren, jung, dazu eine andere Kultur, dazu eine Frau, alles „fru-fru“. Ihre Überzeugungen – lächerlich. Sie hat mir schon leid getan, so naiv, wie sie war.“ (S. 73)
Ostrava
„Bei schwierigen Stellen konsultierte ich einen Deutschprofessor in meinem Geburtsort Ostrava, meinen ehemaligen Nachbarn“ (S. 17)
Brno
„Er bat mich, ein paar historische Texte über Brno zu übersetzen, für eine Monographie.“ (S. 19)
Sankt Pölten
„Adam hatte eine Affäre hinter sich, mit einer verheirateten Frau aus Sankt Pölten, die ihn als Scheidungsgrund benutzte.“ (S. 20)
Linz
„Seine Eltern waren streng, herzlos und auf Ordnung bedacht – sein Vater war Gemeinderat in Linz, seine Mutter eine fanatische Gläubige“ (S. 25)
Dorf in Österreich
„Er erzählte über seine Großeltern im Waldviertel, bei denen er die Sommer verbrachte, sein Austoben mit den Dorfkindern, das Schwimmen in einem kleinen Bach, den großen Bauernhof.“ (S. 25)
Österreich
„Wenn ich so zurückblicke, kann ich sagen: Wir hätten gar nicht nach Österreich kommen sollen. Ja, wir haben Geld verdient, ein großes Haus gebaut, aber Geld ist nicht alles, was man im Leben braucht. Wenn man keinen Menschen um sich hat, der einem Hilfe leistet, wenn man krank ist, oder einem Tee zum Bett bringt, dann ist das Leben nichts lebenswert… Gott vergib mir solche Gedanken! Vergib mir! (S. 142)
Tschechien
„War nicht gerade die Armut der Grund, weswegen du Tschechien verlassen hast? … Die Armut und deine absonderlichen Eltern. Du bist ja nicht wegen Helmut nach Österreich ausgewandert, sondern du hast da einen Job bekommen und dann Helmut kennengelernt.“ (S. 124)